Spieltag 12 .:. 23.02.2013 SG Baerl/Königshardt vs. SG Duisburg/Wannheim

Veröffentlicht: 25. Februar 2013 in Saison 2012/2013

Ein paar Zahlen sollten reichen:

13 – 3 – 70 – 22 – 18 – 24 – 2 – 2 – 6 = BÄÄMMJUNGE

Wer mir zu jeder Zahl die richtige Deutung schickt bekommt zum nächsten Spieltag gegen Rumeln eine kleine Überraschung von mir 😉
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Vor gut 5 Monaten schrieb ich eine Mail an einen Thomas (Trainer von Baerl) mit dem ungefähren Inhalt, dass ich gerne mal zum Training vorbeikommen werde um mal zu schauen, ob meine alten Knochen einem Bezirksliganiveau noch tauglich sind. Zum ersten Training waren gefühlte 30 Leute in der Halle – viele neue Gesichter – ein altersmischmasch von 18 bis 48 Jahren, ein Spielerniveau von Hobby bis Landesliga, alles war vertreten: klein und groß – dick und dünn – Clown und Totengräber. Dank guter Pflege (der alten Knochen) kann ich mit ein wenig stolz von mir behaupten dass, gepaart mit der Erfahrung der letzten 33 Volleyballjahre, es so schlimm um meine Annäherung an das geforderte Spielniveau gar nicht stand. Schon zum zweiten Training vernahm ich ein „RESPEKT!“ als mich ein 21-jähriger Jüngling nach dem Geburtsjahrgang fragte – okay, ich könnte (wenn ich es damals gewollt hätte) locker sein Vater sein (also nicht verwechseln mit „….ich bin dein VATER!“) 😉

Es entwickelte sich schnell das Gefühl in ein gemischtwaren Team hineinzuwachsen, dazu das Vertrauen des Coaches, der mich (wahrscheinlich aufgrund meiner Lebenserfahrung) zum Mobbingbeauftragten des Teams ernannte – btw. in der Zwischenzeit kam noch kein wirklich erntgemeinter Ausheulkandidat an meine Schulter – es kann also so schlimm gar nicht sein im Lions Team 🙂

Unter dererlei vielen jungen Hüpfern war von Beginn an klar, dass die Rolle des Hauptangreifers nicht an mich fallen würde – ich habe dies aber auch nicht forciert, sondern mich sehr sehr schnell mit der (vermeintlich) ruhigeren Position des Zuspielers angefreundet. Hätte ich damals im August 2012 bereits gewusst wie es um die Qualitäten des ersten Passes der gesamten Mannschaft steht – ich glaube ich hätte es doch mit dem Hauptangreifer versucht 😉

Okay – einige wenige Vetraute wissen, dass nach dem Lesen des Buches „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling mein nicht religiös untermauertes Ziel die Bezwingung des Jacobsweges (zumindest einer großen Teilpassage) ist. Aber wer zum Teufel, hat meine Mitspieler angewiesen, mir bis dahin eine um 100% bessere  Waden- und Oberschenkelmuskulatur durch extra schlecht gespielte erste Pässe anzutrainieren? Ich erinnere mich kurz an meine ersten Trainingsjahre zurück – okay, damals war es normal, dass dem motivierten Annahmespieler der Ball fast unkontrollierbar mal links mal rechts vom Unterarm wegsprang (noch heute singen wir gerne „…von der Hand an die Wand!“) – doch konnte man damals zumindest sehr schnell erste Trainingserfolge (erzielt durch stumpfsinnige Übungen und einer wachsenden Konzentration auf die Annahme) verzeichnen. Ja – der alte Leitsatz „Übung macht den Meister!“ gewinnt gerade bei der Thematik rund um die Ballannahme immer mehr an Bedeutung. Die Ballannahme – die gepaart ist mit dem Beobachten des Aufschlägers (wie wirft er sich den Ball an, wie wird der Arm bewegt, wird es ein Tennisaufschlag mit viel Rotation, wird es ein Float mit fast ruhendem auf einem Luftpolster schwebendem Ball?), dem Beobachten der Ballflugbahn …. okay nun muss schnell errechnet werden wohin der Ball wohl fliegen wird …. zugegeben ein komplexer mathematischer Akt …. um dann, im Optimalfall seine zwei Extremitäten in gewohnt erlernter perfekter „Spielbrett“ Variante unter den Ball zu bekommen (nicht zu vergessen die Beine, die ja auch noch irgendwie mit ins Spiel gebracht werden müssen) – okay … ich als alter Zuspieler muss eingestehen: die Annahme ist schon eine sehr sehr komplexe Abfolge von Bewegungen …….. fast so komplex wie die Aufgabenstellung an einen Zuspieler innerhalb von 1,5 Sekunden zu überlegen welcher der eigenen Angreifer gerade in einem „flow“ ist, wo der gegnerische Block gerade in dieser Aufstellung seine Lücken hat, zu überlegen, ob es nicht doch gerade sinnvoller ist den Ball auf den Diagonalspieler zu bringen und damit das ganze Spielfeld aufzubrechen, daneben hat man natürlich noch im Kopf auch dem Spieler endlich mal einen Ball zu stellen, der im bisherigen Spielverlauf nur einen Ball bekommen hat und nicht zu vergessen sich daran zu erinnern, was der Trainer in der letzten Auszeit von einem gefordert hat.

Okay unter all den Aspekten muss ich als Zuspieler zugestehen – Annahme ist schon schwer 😉

Ärgerlich bleibt dann aber, dass wir phasenweise auch in Spielen gegen sehr gute Mannschaften der Liga eine sehr passable Annahme (sagen wir Landesliganiveau) haben und dann wenn es anscheinend um die Wurst geht eine Annahme aus der Rubrik Hobby zustande kommt. Wenn diese Fehler sowie die eigenen verschlagenen Aufschläge auf ein Mindestmaß reduziert werden können, ohne dadurch an Druck zu verlieren, dann geht meine Rechnung für den Rest der Saison auf (und damit löse ich mal das Zahlengewirr vom Beginn auf, da es ja eh nur zwei Lösungsansätze gab):

13 Lions waren in der Halle (bzw. auf dem Spielberichtsbogen vermerkt)  – 3 Sätze haben wir leider verloren, aber gut gekämpft – 70 Minuten musste Schwanheim kämpfen – 22 Punkte in Satz 1 – 18 Punkte in Satz 2 – 24 Punkte (eigentlich hätten wir ja mit der Antenne schon den Satz gewonnen) in Satz 3 – 2 Restspiele bleiben noch – 2 Spiele gewinnen die Lions noch – 6 wird dann unser Tabellenplatz sein = BÄÄMMJUNGE … die Bezirksliga bleibt unser „zu Hause“ 😉

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Kommentare
  1. Thomas sagt:

    Und was mache ich mit den drei Leuten die mich schon nach dem Spielbericht gefragt haben 🙂

  2. Pascall sagt:

    13 gewonnene Sätze
    3 gewonnene Spiele
    70 min Spieldauer gegen Wanheim
    22-25 erste Satz
    18-25 zweite Satz
    24-26 dritte Satz
    2 Spielerwechsel
    2 Spielerwechsel
    6 Spielerwechsel

    😀 nen Versuch ist es Wert und die Lösung erscheint mir halbwegs plausibel 😀

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