Archiv für November, 2013

„11 Spieler und ein Favoritenfall“ …. Hätte das Stück heute heißen können, welches die Lions in der Heimarena in den Haesen da abfeierten. Wir schreiben Spieltag Nummer 6 und hatten in unserem 5. Spiel die alten Hasen der SG Schwanheim  (also Wannheim und FS Duisburg) zu Gast – also Hasen in den Haesen 😉 …. Ja hamm´wir denn scho Ostern?

Ganz ehrlich Ostern, Weihnachten oder Geburtstag ??? … ist mir scheißegal: wenn wir die restlichen 11 Spiele soo wie heute spielen, zumindest so wie in Satz 3, 4 und 5 ….. dann, ja dann mach ich mir keine Sorgen, dass diese geile Truppe am Ende der Saison ganz kräftig was zu feiern hat.

Satz 1: wie schrieb es schon ein heute teilweise etwas glücklos agierender Diagonal-Lion: Kopf an Kopf … so liest sich auch der Spielberichtsbogen …. Nee gelogen, den kann man gar nicht lesen, da der Anschreiber wohl mit Minimalkraft den Kugelschreiber über das Original hat kreisen lassen 😉 … wartet ich entziffere 23:25 Ballpunkte aus Sicht der Lions …. Das war zu wenig gegen erfahrene Schwanheimer, die zu wenig unter Druck gebracht wurden.

Satz 2: … der Untergang der Titanic ist noch schön getitelt für diesen desaströsen Satz. Selten habe ich schlechtere Annahmen von unseren Jungs gesehen … selten so viele Fehler beim Aufschlag … alles in allem zu wenig für die konstant spielenden Schwanheimer Oldies … Das Ergebnis geht mit 10:25 vollkommen in Ordnung.

Satz 3: … irgendwie wollen wir mehr — auch weil wir alle wissen, dass wir viel mehr können. Es geht ein Ruck durch die Mannschaft – die Konzentration steigt wieder – das Lionlevel steigt auf satte 95%  Leistung und damit auf min. 25% zu viel für die Tabellenführer aus Schwanheim. Der Biss ist da … die Stimmung ist da … alle sind da … da, wo sie hingehören auf die Siegesstraße … 25:17 wurden ach so gefährlichen Gegner abgefertigt und es ging supergelaunt in Satz Nummer 4 …

Satz 4: ohh mein Gott … da waren sie wieder unsere Annahmeprobleme – dazu wirklich satte Aufschläge des Gegners bringen uns ins absolute Abseits – 1:14 heißt es nach dem 2. Drehen … und die Stimmung scheint zu kippen. Einzig unsere starke Bank hat das Spiel noch nicht aufgegeben und gibt nochmal so richtig Dampf. Plötzlich klappt es wieder und die starken Lions kippen den Satz, kämpfen sich ran und werden mit jedem Ball sicherer. 25:22 lautet das Satzergebnis und eigentlich war von da an klar dass dieses Spiel das Spiel der Lions werden wird J

Satz 5: der erste Tie-Break der Saison … bei absolut bundesligatauglicher Stimmung drehen alle Lions noch einnmal richtig auf … jetzt gab es kein Halten mehr … 8:3 beim Seitenwechsel für die Lions … und zum Ende ein deutliches 15:11 – das macht zwar unterm Strich 2 Bälle weniger gegen die Schwanheimer … aber 2 Punkte für die Lions und immerhin noch einer für den Gegner.

Fazit: ein saugeiles Spiel einer saugeilen Truppe in der heute jeder bewiesen hat, dass er für jeden da ist, dass keiner Sauer ist, wenn er mal ausgewechselt wird und in der heute unser „alter Hasen-Coach“ alles richtig gemacht hat – jede Auswechslung war heute Gold wert – wir waren die Auswechselmeister, die Stimmungsmeister und die Mannschaftsmeister … wow … BÄÄMMJUNGE!

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Der vierte Spieltag und es spielte der Dritte gegen den Vierten in unserer Spielklasse. Von daher ein sogenanntes 6-Punktespiel, denn wenn wir heute gewinnen und uns drei Punkte sichern können, sind wir punktgleich mit TV Voerde III auf Platz 2 und haben gegen TuS 08 Lintorf II sechs Punkte Vorsprung.

Da Patty am Dienstag beim Training meinte, dass er ungerne heute verlieren möchte und das letzte Zusammenspiel der Truppe im Donnerstagstraining gut verlief, freute man sich auf die heutige Partie, auch wenn man mit nur 7 Mann bei diesem Auswärtsspiel in Essen etwas knapp besetzt war.

So ging es gut gelaunt und mit großem Gebrüll in den ersten Satz. Allerdings verstummte das Brüllen rasch, denn aus den Lions wurde eine Kitty…den eigenen ersten Aufschlag hatten wir verschlagen und eine äußerst schwache Annahme führten zu der klaren 7:0 Führung für den Gegner. Ein großes Aufbäumen war nicht in Sicht und um es kurz zu machen, in diesem Satz wollte so recht nichts klappen und er ging klar und eindeutig mit 25:11 verloren.

Im zweiten Satz riss sich die Mannschaft dann zusammen, zeigte sich als Einheit und kämpfte. Es wurden leider auch hier wieder eigene Angaben verschlagen, jedoch durch gute Angriffe von Dominik und Lörres und einer Finte meinerseits, als ich mich plötzlich in der ungewohnten Rolle des Zuspielers wiederfand, ließen Lintorf nur knapp mit zwei Punkten Vorsprung führen und nie entscheidend wegziehen. Das Spiel blieb damit offen, jedoch nur bis zum Spielstand von 13:11. Denn dann erfolgte plötzlich wieder ein Einbruch, wo selbst die einfachsten Bälle nicht mehr klappen wollte und es stand 21:14 gegen uns. Nun wurde Tim für Phil eingewechselt, der bisweilen etwas unglücklich agierte. Um dem restlichen Spielverlauf etwas positives abzugewinnen, trotz dieses Spielstandes kämpften wir wie die Löwen (schließlich will man ja dem Mannschaftsnamen gerecht werden 😉 ) und so konnten wir wieder einige gute Spielzüge zustande bringen die noch zu einem 25:19 am Ende führten.

Im dritten Satz sollte es vorerst so bleiben das Tim spielte und diesmal zeigten wir von Beginn an eine Leistung, die den Gegner dazu veranlasste eine Auszeit zu nehmen, da sie zwei Punkte zurücklagen. Es hatte zu diesem Zeitpunkt den Anschein, als hätten die Lions nun endlich ins Spiel gefunden. Zwar war es zu spät für drei Punkte, aber zwei könnten es noch werden. Vor allem war die Mannschaft in dieser Phase des Spiels in der Lage mit Auge zu spielen. Wenn der Block der Gegner gut stand wurde nicht wie sonst immer sinnlos drauf gehauen, sondern mal gezielt der Block angeschlagen oder perfekt von Dominik seitlich hinter den Block gelegt. Eine Löwenpranke erzielt eben auch wenn sie den Ball nur sanft streichelt noch ihre Wirkung. Doch wie schon im Satz zuvor erlitt die Mannschaft wieder den Einbruch. Alles was vorher noch funktioniert hatte ging nun schief. Die Annahme kam nicht und wenn sie kam wurde der Ball verschlagen oder sollte doch erstaunlicherweise ein Ballwechsel zustande kommen war plötzlich von einer Blocksicherung nichts mehr zu sehen. So gaben wir die Führung ab und ehe wir uns versahen stand es wieder 21:16 für den Lintorf. Es wurde Phil für Tim eingewechselt, um noch einmal wieder neues Leben in die Mannschaft zu hauchen, aber… es war zu spät. Und das ärgerliche an diesem dritten Satz ist, dass selbst beim Stande von 21:16 gegen uns, der Sieg für uns noch drin gewesen wäre. Denn Lintorf hat hier nicht die Punkte gemacht, wir haben ihnen die Punkte geschenkt. Alleine in der Schlussphase haben vier Lions den Aufschlag zwar löwenartig geil geschlagen, aber leider ins Netz! Und unser letzter Angriffsball, der entscheidende Punkt für Lintorf zum 25:18 Endstand, wurde von uns, wie sollte es auch anders sein, ins Netz gedonnert :D.

Diese 3:0 Klatsche geht also absolut auf unser Konto, weil wir im ersten Satz konsequent das Volleyballspiel verweigert haben und in den anderen beiden Sätzen gegen Mitte des Satzes eingebrochen sind. Wo vorher noch mit Spaß, Engagement und Wille einige richtig gute Spielzüge und Finten gebracht wurden, ging von der einen Sekunde auf die andere nichts mehr. Selbst einen Ball zu Pritschen war für uns dann schon schwierig und sind wir ehrlich, wenn so ein Spiel mit 2 Punkten mehr mal für die eine oder andere Mannschaft immer auf Messers Schneide steht, dann darf man auch nicht gewinnen, wenn man in einem Satz sechs Punkte durch eigene Aufgabenfehler verschenkt.

Bäämmjungen am 4. Spieltag: Fabian (7), Jan (21), Benni (13), Dominik (8), Patty (9), Phil (19) und Tim (22

Nochmal kurz ein Ergebnis nachgereicht: die Lions verlieren dieses Spiel 1:3 gegen starke Kapellener – Einzelsätze: 29:27,21:25,17:25,22:25

Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei, doch leider mussten wir an diesem dritten Spieltag unsere erste Niederlage hinnehmen.
Dabei sah es zu Beginn gar nicht schlecht aus. Die Mannschaft stand wach und motiviert auf dem Feld, der Block stand und mit den ersten Punkten gingen wir in Führung. So zeigten wir in der ersten Hälfte des ersten Satzes zwar nicht unsere beste Leistung, aber mit Kampf und Einsatz boten wir dem Gegner Paroli und spielten gut mit. So sah es danach aus, als könnte es durchweg ein knappes Spiel werden und am Ende das entscheidende Quentchen mehr über den Sieg entscheiden. Doch dann sollte sich das Blatt leider wenden. Wir befinden uns im ersten Satz beim Stande von 12:11, wie gesagt, es war bis dato ein Spiel auf Augenhöhe. Da stand es plötzlich wenig später beim Blick auf die Punktetafel 20:13. Was war passiert?! Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie eine Mannschaft plötzlich innerhalb von Sekunden von einem Gegner auf Augenhöhe zu einem Kaninchen werden kann, doch leider war es so. Der Satz ging erwartungsgemäß verloren mit 25:15. Egal, abhaken und in den nächsten Satz…
Der zweite Satz ging erst einmal so weiter, wie der letzte aufgehört hatte. Die Mannschaft wollte, das war deutlich zu spüren! Aber vielleicht war es an dieser Stelle auch zu viel gewollt, weil oftmals standen wir gut in der Sicherung, doch waren bei der Ballannahme zu hektisch und er ging an die Decke oder ins Aus. Nichts desto trotz muss man der Mannschaft an dieser Stelle ein Lob aussprechen, denn sie ließ den Kopf nicht hängen. Zu diesem Zeitpunkt war uns klar, wir spielen gerade gegen den aktuellen Tabellenführer der Liga, mit erfahrenen Spielern, die alle schon in höheren Ligen gespielt haben und uns fehlte ganz klar Phil’s Erfahrung, der heute leider nicht mit dabei sein konnte. Doch wir versuchten die fehlende Erfahrung durch Einsatz auszugleichen. Dominik parierte super die Aufsteiger des Gegners und ich nahm einen Tritt von Benni in Kauf, um den Ball der vorher von ihm noch aus dem Netz gefischt wurde irgendwie noch sicher übers Netz zu bekommen. So kämpften wir uns wieder heran und es stand 12:10. Nicht nur das der Spielstand nun dem aus dem ersten Satz ähnelte, der nun folgende Spielverlauf sollte leider auch dem aus dem ersten Satz ähneln. Als hätten wir Angst vor dem Gewinnen ging plötzlich gar nichts mehr und es stand 19:11 für den Gegner. Wir konnten uns auch nicht mehr fangen und verloren den zweiten Satz deutlich mit 25:13.

„Nun, dann wird das heute eben ein 5-Satz Spiel“, dachten wir und so gingen wir in den dritten Satz. Nach einem verpatzten Auftakt mit 5 Punkten des Gegners gelang es uns dann doch wieder anzuschließen. Der nun eingewechselte Lörres auf Außen hatte plötzlich einen Zug im Arm, den man sonst bei ihm nur vom Bier trinken gewöhnt ist und unser Geburtstagskind Patty, mit seinen 30 Jahren einer der Oldies im Team, aber ganz sicher kein altes Eisen, blockte zu diesem Zeitpunkt gut und sicher, was uns wichtige Punkte brachte. So stand es dann 14:13 und wir waren guten Mutes die Jungs aus Essen nun zu ärgern. Doch dann, the same procedure as every Satz… plötzlich stand es 20:15 für den Gegner. Und nach so erfolgreichem Kampf nun doch wieder mit solch einem Abstand zurückzuliegen, das versetzte uns wohl erst im Kopf den Todesstoß und kurze Zeit darauf auch faktisch auf dem Feld, der Satz und damit das Spiel gingen verloren.

Was bleibt als Fazit?
Der Einsatz, die Motivation, die Moral und der Kampfgeist der Truppe stimmten. Und was mich ganz besonders freut, der Geist der Mannschaft stimmte, weil am Ende bei einem Bierchen zu Patty’s Ehren gab es keine Schuldzuweisungen oder von uns ausgemachte Versager. Wir stellten heraus, dass dies heute spielerisch nicht unser Glanztag war und aber durch die Bank weg von allen und dann hat man es gegen eine so erfahrene Mannschaft, wie TVG Holsterhausen II, halt eben schwer und kann verlieren. Wenn drei Leute hintereinander den Aufschlag ins Netz dreschen, dann kann man einfach kein Spiel gewinnen. Allerdings der positive Aspekt an der Geschichte, weniger Aufschlagfehler und mehr Ruhe in der Sicherung und dann ist diese Mannschaft in der Rückrunde auch zu schlagen. Denn verloren haben wir heute ganz sicher nicht, weil die anderen so einen Mordsangriff hatten. Und wenn Detlef seine Kräfte beim Rückspiel nicht darauf verschwendet, um sein Handy auf den Boden zu werfen, sondern in den Angriffsschlag legt, dann kann sich der Gegner warm anziehen 😀

Bäämmjungen am 2. Spieltag: Fabian (7), Jan (21), Benni (13), Dominik (8), Patty (9), Tim (22), Detlef (33), Bailey (27), Jonas (18) und Timo (29)

Wir schreiben das Jahr 2013 und es geht wieder los mit den allseits beliebten Pokalspielen – auf dem Weg zur Titelverteidigung geht es im Halbfinalspiel nach Moers ins BBZ, eine schöne große Dreifachhalle in der die Rumelner Nachwuchs-Sechs einen Extra Wettbewerb im „Wie baue ich ein Volleyballnetz richtig auf“ starten. In Windeseile stehen bereits die beiden Pfosten quer gesteckt, um quer aufs große Mittelfeld zu spielen (damit die Zuschauer alle Platz haben) – okay, das Netz hängt noch etwas durch (so auf 1,20 m in der Mitte) – aber was solls, es hat ja eh nur kurz Bestand, denn die Hobby Mixed Volleyballer nehmen nun doch ein Seitenfeld in Beschlag – also Netzpfosten wieder raus und auf das mittlere Hallendrittel umgebaut. Langsam kommt Routine in den Umbau 🙂

Um 20:20 Uhr ist das Netz schon gespannt – gut, Antennen? Wer braucht die schon – ist doch nur ein Pokalspiel gegen die Lions … naja … egal! „Pünktlich“ um 20:50 Uhr startet das Spiel … okay nennen wir es nicht Spiel sondern …. ähhh? … Spiel!!! Ich mache es kurz: wir sind weiter – stehen im Finale, aber haben uns wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert … okay 3:0 Sätze liest sich gut (soll ich die Satzergebnisse weglassen?) … ich schreibe sie mal gaaanz klein hierhin: 25:22 / 25:23 / 25:12

Mist … man kann sie doch noch lesen 😉 …. okay ich denke wir haken dieses „Spiel“ gegen glücklich agierende Rumelner schnell ab und ich danke mir selber für 12 Aufschlagpunkte in Folge in Satz 3 nach einer brillanten taktischen Wechselei unseres Coaches 🙂 …. im übrigen: ich spendiere einen Kasten Bier für den Lions I Spieler, der 13 Aufschlagpunkte oder mehr in dieser Saison knackt. BÄÄMMJUNGE!

Info: im Finale geht es gegen den Gewinner aus LIONS II vs. FS Duisburg 2 … es könnte also zur Neuauflage des letzten Finales kommen 😉